(UNFD)

Wer sich ein STRAY FROM THE PATH Album kauft, der weiß eigentlich was einen erwartet und zwar grandiose Hardcore Musik mit politischer Botschaft. Und auch genau das kriegt man auf dem neuen Album "Internal Atomics" geboten. Es gibt auch sicherlich genügend Umstände über die man zur Zeit wütend sein und in Songs verarbeiten kann. So reicht es hier zu zehn Songs mit einer Gesamtlänge von knapp über 30 Minuten.

Bereits mit 'Ring Leader' gibt es einen starken Track welcher sofort zum Denken anregt. Der Text wird wunderbar agressiv gesungen, so dass man die komplette Wut schmecken kann. 'Kickback' hat dann direkt Brendan Murphy von Counterparts mit an Bord und das sich diese beiden Bands gut verstehen, stellt nun wirklich kein Geheimnis dar. Auch hier geht es ohne Kompromisse nach vorne und das setzt einfach sehr viel Energie in einem selber frei. Mit deutlich mehr Rap-Elementen ist dann 'The First Will Be Last' angereichert und die Rechnung geht voll auf. Das Teil macht irsinnig viel Spaß und bietet einem genau das, was man erwartet hat. Je weiter man voranschreitet, umso mehr heizen einen die Lieder an. So kann man sich auch dem Sog von 'Fortune Teller' kaum entziehen, die für den Hardcore typische Kürze der Lieder trägt ihr übriges dazu bei. 'Second Death' hat einen so stark groovigen Vibe, dass es schon recht viel an Rage Against The Machine erinnert. Wobei es hier natürlich deutlich mehr knallt. Tatsächlich macht es ab hier aber auch wenig Sinn noch auf alle Lieder einzeln einzugehen. Die Formel bleibt ja eigentlich immer recht ähnlich, man erwartet kompromisslosen und politischen Hardcore Punk und genau den kriegt man auch geboten. Daher nur noch ein paar kleine Anekdoten, so ballert 'Something In The Water' ohne Rücksicht auf Verluste nach vorne, nur um dann in einen sehr groovigen und ruhigen Modus runterzuschalten. Hier finden sich wahrscheinlich die härtesten und ruhigsten Momenten des Albums in einem Song wieder. 'Double Down' hält dann den zweiten Gastpart bereit und Matt Honeycutts markante Stimme schreit einen auch sofort an. Der Rauswurf mit 'Actions Not Words' ist dann ein Aufruf an die Hörer, dass es an ihnen liegt diese Welt zu verändern.

STRAY FROM THE PATH liefern genau das ab was man von ihnen erwartet hat. Gnadenlos ehrlicher Hardcore Punk, der vor Nichts zurückschreckt. Große Experimente sollte man hier nicht erwarten, dafür wird man 30 Minuten lang hochwertig unterhalten. Das da am Ende leider nicht ein Song besonders hervorsticht, ist zwar schade, aber als Gesamtwerk ist es sehr gelungen. Fans greifen hier definitiv ohne Bedenken zu,

Album-VÖ: 1.11.2019