(Coretex / Cargo)

In einem nicht gerade armen Hardcore-Jahr (weder quantitativ noch qualitativ) wollen auch die aus Sofia/Bulgarien stammenden LAST HOPE ein Statement hinterlassen und schicken in der Vorweihnachtszeit ihr neues Album "Peacemaker" auf die Reise. Zehn Songs kompromissloser, wütender Hardcore erwartet euch.

Mittlerweile sind die Jungs auch schon seit über zwei Dekaden am Stizzle und sie haben sich einen respektablen Status in der Szene erspielt. Sie waren mit allem was Rang und Namen hat gemeinsam auf Tour (u.a. Terror, Madball, Death Before Dishonor) und konnten mit ihrer Interpretation von ernsthaft-aggressiven HC überzeugen. Energisch, intensiv und ein "heavy hard-hitting Sound" sind die Attribute, die man LAST HOPE zugestehen muss.

'Angry Birds' eröffnet metalisch, schnell und wütend. Sänger Alex brüllt sich die Lunge wund, die knallharten Riffs lassen die Nackenmuskulatur ihren Job tun. 'One Of Us' schliesst sich dem Sound an und hat als Gast-Brüller Carl von First Blood dabei. Auch der anschliessende Titeltrack hat punktuelle Variationen des bekannten Themas, nimmt sich manchmal etwas zurück und arbeitet hart an der Grenze zum erwartbaren Breakdown, der zum Glück aber nicht kommt, weil es LAST HOPE nicht nötig haben mit solch offensichtlichen Mitteln Druck aufzubauen - lieber ein kleines Solo im Suicidal Tendencies-Style, was dem Song gut steht.

So werden in den folgenden Liedern immer mal wieder Facetten aufgezeigt, die LAST HOPE aus dem Gros der Masse hervorstechen lassen, auch wenn sie natürlich nicht unbedingt die Erfinder neuer Sounds sind.

"Peacemaker" ist eine mehr als solide Hardcore-Platte, die die Fans der Stilrichtung zufriedenstellen wird. Mehr wurde von LAST HOPE nicht erwartet und sie haben gut abgeliefert.

Album-VÖ: 06.12.2019