(Universum Film)

Auf Sylvester Stallone ist Verlass. Der Mann ist mit seinen über 70 Jahren immer noch ein Garant für Action ohne Ende und gute Filme. Sieht man mal von einigen Low Budget-Fehlgriffen wie Escape Plan Teil 2-X ab, hat uns Sly in den vergangenen 40/45 Jahren Wahnsinns-Filme gebracht. Er kreierte das Rocky und Rambo-Franchise und neben Filmen wie Over The Top, Cliffhanger und der Expendables-Reihe startete er mit Creed zudem noch einen fabulösen Rocky-Ableger. Und das war es noch nicht, führt man sich mal seine IMDB-Liste vor Augen. Neben Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis und Chuck Norris definitiv eine Legende, eine Ikone, dieser Mann! Ja, nicht zu vergessen, noch einige andere Action-Veteranen, aber die schart er ja seit Jahren mit den Expendables um sich.

Nun also soll Schluss sein, mit John Rambo, einem der bekanntesten Action-Frachises ever. Der Titel  RAMBO: LAST BLOOD spricht ja dann auch Bände. Zum Inhalt:

"John Rambo (Sylvester Stallone) hat viele große Schlachten in seinem Leben geschlagen – nun soll endlich Schluss sein. Zurückgezogen lebt der Kriegsveteran inzwischen auf einer abgelegenen Farm in Arizona. Doch der einstige Elitekämpfer kommt nicht zur Ruhe. Als die Enkelin seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza) verschleppt wird, begibt sich Rambo auf eine Rettungsmission jenseits der amerikanischen Grenze nach Mexiko. Schon bald sieht er sich dort einem der mächtigsten und skrupellosesten Drogenkartelle gegenüber. Die vielen Jahre im Kampf mögen Rambo gezeichnet haben, aber sie haben ihn nicht weniger gefährlich gemacht."

Dieser Klappentext gefällt mir dann besser, als der der Promo-Firma, dort wurde schon zuviel verraten, für meinen Geschmack.

Liest sich nicht nur wie ein 96 Hours/Taken-RipOff, nach dem Ansehen fühlt man sich auch, als hätte man Taken 4 gesehen. Mit Sly, anstelle von Liam Neeson. Was sich jetzt schlechter liest, als es im Endeffekt ist. Okay, die Story ist dünn und schon zig Mal durchgeorgelt, aber wir wollen ja hier auch sehen, wie RAMBO die Bösen metzelt, daher ist der Plot schon sehr weit fortgeschritten, bevor es endlich losgeht. Und dann geht es für RAMBO auch fast noch in die Hose, beim "ersten Anlauf", ohne jetzt hier zuviel zu spoilern. Was RAMBO dann aber loslässt, ist das Brutalste und Kompromissloseste, was ich bislang von diesem Mann gesehen habe. Wow, werden hier Gliedmaßen geopfert und böse Menschen geschreddert. Und ganz am Ende denkt man... War es das jetzt?

Wir wissen es nicht. Wobei der vorliegende Film ja schon andere Handlungen hätte haben sollen. RAMBO sollte auch mal als Art Ausbilder für eine neue Generation fungieren. So ähnlich wie bei Creed. Aber wer weiß, vielleicht leckt Sly ja noch mal Blut und es kommt noch ein weiterer RAMBO. Freuen würde es mich.

Mein Fazit: Zwar sehr brutal und die Story dünn, aber am Ende ist RAMBO dann wieder der einsame Wolf, als den wir ihn kennen und lieben. Kein Klassiker, aber Ich wurde gut unterhalten!

DVD, BD, BD im limitierten Steelbook, 4K Ultra HD BD und digital-VÖ: 31.01.2020