(Fat Wreck Chords/ Edel)

Das zweite Album von THE BOMBPOPS ist "Death In Venice Beach" benannt und deutet bereits daraufhin, dass sich thematisch nicht nur mit der Sonnenseite des Lebens beschäftigt wird. Immer noch bei Fat Wreck zuhause, wo das Quartett auch wunderbar hinpasst. Die beiden Damen und Gründungsmitglieder (sic!) Poli van Dam und Jen Razavi teilen sich wie üblich den Gesang und zocken wunderbare Melodien aus ihren Instrumenten. Die Rhythmusfraktion ist dagegen rein männlich besetzt und gibt den nötigen Punch.

Wie schon auf dem Vorgängeralbum "Fear Of Missing Out" darf der Zuhörer und Fan zuckersüße Eingängigkeit erwarten, die aber niemals klebt oder ekelig wird, sondern genau das richtige Maß trifft, um zum typischen kalifornischen Punkrock zählen zu können. Die Sonne scheint THE BOMBPOPS aus dem Arsch und keiner der zwölf Songs enttäuscht. Wenn Poli und Jen den Refrain gemeinsam anstimmen (z.B. 'Sad To Me') erinnert das zuweilen an Teen Idols. Ansonsten bekommt der gemeine Useless ID/ No Use For A Name-Fan die komplette Vollbedienung.

Man braucht THE BOMBPOPS jetzt nicht mehr referenziell mit anderen female-fronted Punkrock-Bands vergleichen, da es die Band geschafft hat einen Sound zu kreieren, der trotz der limitierten Möglichkeiten sehr unique ist. Das selbstironische Auftreten in den sozialen Netzwerken, macht die Truppe mega-sympathisch und deswegen ist es auch egal, dass es kaum überraschendes Songwriting gibt - aber wie erwähnt ist es quasi unmöglich im Genre patentwürdige Errungenschaften zu präsentieren.

Das was THE BOMBPOPS machen, machen sie mit viel Herzblut und einem Augenzwinkern. Die Songs bleiben im Ohr, weil die Melodien supereingängig sind. "Death In Venice Beach" ist eine unaufgeregte Punkrock-Platte, die Spass macht und immer mal wieder aufgelegt werden sollte. 

Album-VÖ: 13.03.2020