OU ASRIL – louasril (EP)
(Ink Music/Rough Trade/GoodToGo)

Der Nachschub an guter Musik aus Österreich ist schier unfassbar. Nach Bilderbuch, Wanda, Mavi Phoenix, Cari Cari, Granada, Leyya, Steaming Satellites oder At Pavillon (um nur einige Künstler stellvertretend zu nennen), kommt mit LOU ASRIL direkt das nächste Ausnahmetalent um die Ecke.

Pünktlich zu seinem 20-jährigen Geburtstag erscheint nun LOU ASRILS Mini-Debütalbum "louasril" digital und als Mini-LP (inklusive limitierter Vinyl in transparentem Orange!). Der noch junge Sänger strebte schon früh auf die Bühne. Mit elf jahren begann er eine klassische Klavierausbildung, mit 15 stand er zum ersten Mal mit eigenen Songs und eigener Band auf der Bühne. Mit 17 gewann er den Joe Zawinul Award (ein vom Nachlass des legendären Weather Report-Gründers und Miles Davis-Pianisten gestifteter Nachwuchspreis) bereist seitdem die Welt und proffesionalisiert sein Hobby. TV-Auftritte, Platz 1 der FM4-Charts und zwei Nominierungen bei den Amadeus Austrian Music Awards 2020 (Best Alternative, FM4 Award) sind das bisherige Zwischenergebnis. Es wurde also höchste Zeit für ein musikalisches Produkt welches man sich in den Plattenschrank stellen kann. Das erscheint nun in Form einer Mini-LP.

Sechs Stücke beinhaltet "louasril" und bereits nach dem ersten Hördurchgang ist klar, dieser junge Mann hat Persönlichkeit und das lässt er einem in jedem Track spüren. 'Divine Goldmine' verbindet den Soul von ASRIL mit modernstem R 'n' B, Hip Hop und elektronischen Einflüssen. Das anknüpfende 'Heaven' funktioniert dann sogar noch besser. Die Nummer vereint die geschmackvolle Elektronik von Acts wie Daft Punk oder Air, mit dem zeitlosen Soul eines Curtis Mayfield. Mit einem Auge dürfte LOU ASRIL dabei stets den Dancefloor im Blick haben, aber auch Alternative-Momente finden ihren Einfluss im Songwriting. 'Safe And Complete' geht als beste Black Eyed Peas Nummer seit Jahrzehnten durch, 'Soothing Moving' lässt Raum für elektronische Spielereien und mit 'Friek' hat man einen veritablen Hit im Gepäck:

Am Ende bleibt die Frage, was ist das Geheimnis von LOU ASRIL? Denn "louasril" kommt ziemlich ausgefuchst und reif für ein Debüt daher. Die Tracks sind offen für jeglichen modernen Einfluss und beweisen dennoch eine erstaunliche Abgeklärtheit. Ein Blick in die Credits der Produktion bringt ein bisschen Erhellung. Mit mit dem Wiener Produzenten monophobe (Bilderbuch, Left Boy), Zebo Adam (Bilderbuch, Zeal&Ardor, Steaming Satellites) und Alex the Flipper (u.a. Mavi Phoenix) hat man das Who is Who der aktuellen Produzenten-Zunft aus Österreich um LOU ASRIL versammeln können. Nichtsdestotrotz, den Kern bildet das unfassbare Talent des LOU ASRIL. Ein Name den man sich merken muss, denn hier könnte gerade der Start einer großen Karriere eingeläutet werden.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Friek'

EP-VÖ: 13.03.2020