(Prophecy Productions / Soulfood Music))

DOOL's Debütalbum "Here Now, There Then" war 2017 mein Album des Jahres. Angefixt durch die vorgeschickte Single 'Oweynagat' konnte ich die Veröffentlichung kaum abwarten und als das Vinyl dann endlich auf meinem Plattenspieler lag, weigerte es sich wochenlang, Platz für andere Tonträger zu machen.

Die holländische Band um Sängerin Ryanne Van Dorst und die beiden ehemaligen The Devils Blood Miglieder JB Van Der Wal (Bass) und Micha Haring (Drums) packte mich mit ihrem hochemotionalen Okkult Rock/ Gothic/Postpunk -Gebräu wie keine andere Band zu der Zeit. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf Album Nr. 2. Die 2019er EP "Love Like Blood" mit dem göttlichen Cover des besagten Killing Joke-Songs ließ vermuten, das es in Zukunft etwas zurückhaltender und psychedelischer tönen wird. Aber DOOL bleiben DOOL und damit großartig.

Photo by Nona Limmen

Die neuen Songs brauchten ein paar Durchläufe, um sich mir in ihrer vollen Größe zu offenbaren, aber dann haben sie mich um so mehr gepackt. Der Opener 'Sulphur And Starlight' führt behutsam in das Album, 'Wolf Moon' erzeugt Gänsehaut und über allem thront der epische Breitwand-Titelsong 'Summerland'. Aber auch alle anderen Songs wie 'Be Your Sins', 'The Well Runs Dry' oder der fantastische Closer 'Dust And Shadow' wachsen mit jedem Durchlauf und offenbaren immer mehr Details die einen tiefer und tiefer in ihnen versinken lassen.

Fazit: Die riesigen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern haushoch übertroffen.

Album-VÖ: 10.04.2020