(Werk Music)

Hinter dem Bandnamen WERCKMEISTER versteckt sich ein neues Wiener Bandprojekt um Sänger und Songschreiber David Howald. Die Truppe spielt eine Mischung aus Avantgarde-Postrock, Klassik und Breitwandsoundtrack, die sich eher nach Hörspiel anhört, als nach klassischen Songstrukturen. Das Motiv des Debüts bildet dabei die "Großmutter Wolf".

Wer bereits mit dem Schweizer Songschreiber David Howald seine Erfahrungen gemacht hat, der weiß um dessen Vorliebe für einen düsteren, fast schon traurigen Sound. Somit bildet das Projekt WERCKMEISTER die konsequente Weiterentwicklung seines Schaffens im Bandrahmen ab. Auf vier Songs der Debüt-EP erschaffen die Musiker einen Soundkosmos zwischen Goth-Mantren und Scott Walker. 'Kristallbegriffe' gibt die Richtung vor, welche man mit 'Großmutter Wolf' auch konsequent weiterverfolgt:

Wer sich für den Sound der ersten Single begeistern kann, der sollte diese Band im Auge behalten. Die beiden Folgetracks ('Das symmetrische Kind' und 'Berstendes Licht') kommen im Vergleich aber dennoch eine Spur ruhiger daher.

Unterm Strich bieten WERCKMEISTER eine kluge Art von Musik, von der ich mich persönlich allerdings nicht mitreißen lassen kann. Eingestehen muss man der Band aber in jedem Fall, dass sie direkt mit ihrer ersten VÖ einen völlig eigenen Sound erschaffen.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Großmutter Wolf'

EP-VÖ: 27.03.2020