(Careful Now!)

Bei der aktuellen Lage, bekommt man doch Lust sich einen hinter die Binde zu kippen. Was liegt also näher Folk-Rock anzuschmeissen, der es sich permanent mit Punkrock-Roots bequem macht - dazu die Flasche Irish Whisky und den lieben (?) Gott einen guten Mann sein lassen. Die Norditaliener von UNCLE BARD & THE DIRTY BASTARDS haben aufgrund langjähriger Aufenthalte in Irland, soviel kulturelle Vielfalt getankt, dass sie die italienische Lebensfreude mit irischer Entspanntheit kombinieren. Die Trinkfestigkeit stellt sich dann ganz von alleine ein. "The Men Beyond The Glass" ist der neueste Output und ein Geheimtipp für Menschen, die Dropkick Murphy's, Mr. Irish Bastard oder Flogging Molly zu ihren Lieblingen zählen. Wobei THE DIRTY BASTARD noch traditioneller zu Werke gehen, wie die genannten Referenzen und damit beste Pub-Musik fabrizieren. Man sieht förmlich die schunkelnden, betrunkenen Menschen, die sich selig in den Armen liegen und ein fettes Grinsen im Gesicht tragen. Diese Mischung aus eingängigen Folk-Rock, der mit Mandoline, Irischer Flöte, Pipes und Banjo unterstützt wird und der Leichtigkeit des Genres kann bei Dauerbeschallung zu Überzuckerung führen - was dann aber mit stetigem Alkoholkonsum durchaus ausgeglichen werden kann. 🙂

Da die üblichen Mechanismen bei UNCLE BARD & THE DIRTY BASTARDS zum Zuge kommen, erspare ich mir und euch das Track-by-Track-Review, sondern mache darauf aufmerksam, dass es die Truppe aus Italien vortrefflich versteht, langsame emotionsgeladene Tracks zu präsentieren genauso wie im Gegenzug große Feierlieder abgeliefert werden. Die Mischung macht's und THE DIRTY BASTARDS haben die richtigen Zutaten gefunden, um ein unterhaltsames Folk-Rock-Album zu kreieren.

Anspieltipps zum Aufwärmen: 'Back On Your Feet', 'Happily Misplaced In This World' oder 'If Only He Applied Himself'.Wer also noch Platz im Plattenregal hat und dem Genre mehr als zugetan ist, darf  "The Men Beyond The Glass" gerne käuflich erwerben. UNCLE BARD & THE DIRTY BASTARDS gehören zu den Guten.

Album-VÖ: 24.04.2020