(UNFD)

Jubiläum ist angesagt im Hause LIKE MOTHS TO FLAMES, so gibt es die amerikanische Band nun schon ganze 10 Jahre lang und sie konnten sich in der Zeit eine ordentliche Fanschar erspielen. Mit "No Eternity In Gold" liegt nun das bereits fünfte Album vor und ich hoffe die Band hat sich seit dem letzten Album "Dark Divine", welches ich ja schon recht gut fand, nochmal gesteigert.

Mit 'The Anatomy of Evil' startet die Scheibe doch schonmal sehr ordentlich. Das Drumset knüppelt gekonnt und im Gesang halten sich agressive Shouts und Growls mit den Cleanvocals die Waage. 'Haibtual Decline' beginnt sehr düster und wechselt im Refrain dann auf einmal in eine super eingängige Phase. Grade dieser hat es mir hier angetan und lässt mich das Lied so schnell nicht vergessen. Die Tendenz zu starken Refrains setzt sich bei 'Burn In Water, Drown In Flame' fort, es knallt ordentlch und doch sind es die eher ruhigeren Töne im Refrain die länger im Kopf bleiben.

Für diesen Stil scheinen LIKE MOTHS TO FLAMES echt ein Händchen zu haben, bei 'Fluorescent White' sind es dazu aber auch die rohen Agressionen die mich richtig mitzureißen wissen. Die Scheibe ist einfach super produziert und man kriegt genau die Art von Metalcore die man auch erwartet hat. Etwas langsamer und dunkler wird es bei 'God Complex', welches mit einem wunderbaren Breakdown sein Finale findet. Umso schneller ist dafür 'YOTM', welches auch vor einer guten Ladung Blastbeats nicht zurückschreckt.

Photo courtesy of UNFD

'Killing What's Underneath' ist ein sehr melodisches Stück und wird fast durchgehend von klarem Gesang dominiert. Für mich rückt somit der Teil in dem LIKE MOTHS TO FLAMES stärker sind geschickt in den Vordergrund. Vielleicht ist es manchen zu soft, aber mir gefällt es richtig gut. Mit 'A Servant of Plague' dreht sich das Verhältnis aber auch sofort wieder und wir erhalten die gewohnte Mischung zurück. 'Demon of My Own' ist wirklich sehr, sehr ruhig im Aufbau, man könnte fast von verträumt reden. Es wirkt fast schon wie ein typisches Endstück, dabei kommen ja noch zwei Lieder und 'Selective Sacrifice' ist das Erste davon, bleibt bei mir aber längst nicht so gut hängen wie 'Spiritual Eclipse'.

Im direkten Vergleich zum 2017er Album "Dark Divine" haben sich LIKE MOTHS TO FLAMES deutlich gesteigert. Ein wirklich schlechtes Lied ist hier nämlich nicht dabei und auch die Produktion scheint richtig fett gewesen zu sein. Aber die Band geht auch einfach auf Nummer sicher und bringt vom Aufbau der Stücke her erstaunlich wenig Abwechslung mit rein. Wen das nicht stört, der erhält hier ein starkes Album. Ich persönlich mag es allerdings gerne etwas abwechslungsreicher und deswegen gibt es natürlich Abzüge in der B-Note.

Album-VÖ: 30.10.2020