(inHibit)

Hinter dem Künstlernamen InHibit verbirgt sich ein 21-jähriger Singer/Songwriter mit britischen Wurzeln, derzeit wohnhaft in Brüssel. Viel mehr bringt man momentan nicht in Erfahrung über den jungen Künstler – halt, doch: Sein Großvater hatte einen angesagten Klamotten Laden in London, welcher regelmäßig von Mitgliedern der Beatles und der Rolling Stones aufgesucht wurde. Aber das war es, ansonsten müssen wir hier lediglich die Musik für sich sprechen lassen.

Gemessen an seinem Bekanntheitsgrad, erstaunt vor allem die Zahl an Facebook-Abonnenten von InHibit. Über 25.000 Follower hat der Künstler dort versammelt, während ihm bei Instagram 6.000 Leute folgen. Sein bisher größter Hit ('The Quest') zählt ca. 20.000 Klicks bei Spotify, aber fast eine halbe Million (!!!) Views bei YouTube. Zahlen die den Künstler ebenso schwer einordnen lassen wie seine Musik. Denn es gibt keine einheitliche musikalische Stimmung auf seiner kunterbunten Debüt-EP. Vier Tracks die irgendwie in alle Richtungen marschieren und den Künstler schwer zu fassen lassen. Als Opener gibt es die bisher unveröffentlichte Single 'Shame On Humans'. Ein lupenreiner Rocker, welcher nicht nur mit einem wunderbaren Riff besticht, sondern allerfeinsten Rock im Breitwandformat bietet. Mit einem Auge schielt man hier sicherlich auf Stadionbands wie AC/DC oder die Foo Fighters, dennoch klingt der Track erfreulich frisch und hebt sich somit von den letzten Releases der genannten Vorbilder ab. Die PR-Kampagne setzt dabei auf einen sehenswerten Clip und die Unterstützung der Influencerin Alexandre Pornet:

Das starke Grunge-Motiv des Tracks findet sich in den weiteren Songs der EP nicht in solch starker Ausprägung. Der belgische Radio Hit 'The Quest' geht durchaus als Rocker durch, 'Shadows of Fire' hingegen lässt Pop und 90ies Disco durchschimmern.

Den Rausschmeißer gibt mit 'Settings' erneut eine lupenreine Rockstampfnummer, welche allerdings etwas wie vom Reißbrett geschrieben wirkt. „Chained for your life“ - Come on, das geht in den anderen Songs besser.

Unterm Strich betritt mit InHibit ein interessanter Künstler die Bühne des Indierock, welcher durchaus Breakthrough-Potential mitbringt. Auf jeden Fall wird es spannend, den weiteren Werdegang des Künstlers zu verfolgen.

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Shame On Humans'

EP-VÖ: 19.03.2021