(Arising Empire)

Erst seit dem jahr 2014 gibt es die französische Metalcore-Kombo LANDMVRKS, welche mit ihren ersten beiden Alben "Hollow" und "Fantasy" aber bereits zwei ordentliche Duftmarken hinterlassen haben. Eigentlich sollte "Lost In The Waves" bereits im Februar erscheinen, aber wie so oft in dieser Zeit, führte auch hier die Pandemie zu einer Verschiebung. Aber nun ist es endlich so weit und Album Nummer drei wird auf die Öffentlichkeit losgelassen.

Bereits mit 'Lost In A Wave' gibt es einen grandiosen Einstieg mit knackigen Hardcore-Riffs und agressiven Gesang, welcher sich mit sehr melodischen Parts abwechselt. Und wie man es von den Jungs nicht anders gewohnt ist, finden auch schön deftige Deathgrowls ihren Weg in das Lied. Was für ein toller Opener, der wirklich keine weiteren Wünsche offen lässt. Bei 'Rainfall' gehen die Vocals erst stark in Richtung Rap, bevor wieder in Richtung Death abgebogen wird. Das wirkt modern, frisch und knallt einfach unglaublich gut rein. 'Silent' beginnt da eher ruhiger und fast poppig, aber keine Angst, ruhig ist das Stück in keinster Weise. Die eingängige Melodie und der gefühlvolle Gesang verbinden sich perfekt mit den härteren Elementen und ergeben einen Ohrwurm den man so schnell nicht mehr los wird.

Photo Courtesy of Arising Empire

Das kommt unerwartet, 'Visage' wartet mit französisch sprachigen Rap auf und Sänger Florent Salfati zeigt damit wieder einmal was er eigentlich alles so drauf hat. Trotzdem haut das Teil später auch noch ordentlich rein, auch wenn der Fokus hier eher auf den ruhigeren Stellen liegt. Eine absolut süchtigmachende Stadion-Rock Mitsingnummer verbirgt sich hinter 'Tired Of It All'. Manchen mag die Nummer vielleicht zu glattpoliert sein, für mich ist es ein Meisterwerk, welches nun schon seit dem Tag der Bemusterung bei mir auf Repeat läuft und das ist schon zwei Monate her.

Das mit zweieinhalb Minuten recht knackig kurze 'Say No Word' bietet wieder Salfati in Höchstform, in welcher Geschwindigkeit er hier seinen Sprechgesang vorträgt ist einfach super und auch auf instrumentaler Seite wackeln hier die Wände! Im krassen Kontrast dazu steht wieder das locker und leicht anmutende 'Always', welches mit gut über vier Minuten auch der längste Track auf "Lost In The Waves" ist. Die Abwechslung des Albums ist wirklich grandios, jedes Lied ist hier anders und man läuft niemals Gefahr sich zu wiederholen. Bei 'Shoreline' handelt es sich nur um etwas Brandungsrauschen, welches dann in 'Overrated' gipfelt. Eine Nummer welche einen sofort die seeligen Moshpitzeiten zurückwünschen lässt. Ohne Scheiss, zu dem Song würde ich mich jetzt sofort in den Pit begeben! Dann sind wird leider auch schon beim Abschluss mit 'Paralyzed' angekommen. Einer sehr gefühlvollen Ballade, die bei mir jedes Mal aufs Neue eine wohlige Gänsehaut auslöst. Besser hätte man "Lost In The Waves" nicht ausklingen lassen.

Nur neun vollwertige Songs und grade mal eine gute halbe Stunde Spielzeit, dass macht aber alles überhaupt nichts. Denn weniger ist hier mehr und es heißt "All Killer, no Filler!". LANDMVRKS haben hier nicht nur ihr bisher bestes Werk am Start sondern ein ganz heißes Eisen für die Scheibe des Jahres im Feuer. Also Leute, checkt das Teil auf jeden Fall aus, ihr werdet es nicht bereuen.

Album-VÖ: 19.03.2021