(Boy tears/The Orchard)

Dürfen wir vorstellen, LINN KOCH-EMMERY. Auch wenn die Songs der schwedischen Künstlerin keinerlei Alleinstellugsmerkmale aufweisen können, klingen ihre Nummern wahrlich grandios. Jetzt erscheint mit "Being The Girl" ihr Debütalbum.

2018 entwickelte sich LINN KOCH-EMMERY bereits zu einem Phänomen in den einschlägigen Internet Musik-Blogs. Ihre EP "Waves" ließ aufhorchen und das in ihr schlummernde Talent konnte sich nicht mehr verstecken. In Schweden avancierte sie zum gefeierten Indie-Star und konnte diverse Radioairplays in den wichtigsten schwedischen Radiosendern feiern. Es folgte eine europäische Headliner-Tour mit über 40 Shows und Festivals. Das Ergebnis war eine auch außerhalb Schwedens gewachsene Fangemeinde, die fieberhaft auf das Debütalbum wartete. Mit jeder Vorab-Single stieg die Vorfreude und nach den ersten Durchläufen von "Being The Girl" kann man glücklicherweise den guten Ersteindruck der Künstlerin bestätigen, von wegen „nach der Demo gings bergab“.

Die eingängigen Indiepop-Nummern von LINN KOCH-EMMERY verstecken sich auf ihrem Debüt oftmals unter mehreren Schichten Dreampop und Shoegaze-Gitarren. Dabei bleibt bei einer Spielzeit von unter 30 Minuten eigentlich gar keine Zeit zum Verstecken spielen. Nach einem kurzen Interlude wurde die Vorab-Single 'Hologram Love' als Opener platziert:

Der treibende Beat nimmt einen dabei gleich gefangen und die Sängerin setzt mit ihrer schönen Stimme und der sich ausbreitenden Stimmung, direkt die Trademarks für den auf "Being The Girl" allgegenwärtigen KOCH-EMMERY Sound. Ungemein selbstbewusst, stark, emanzipiert. Aber gleichzeitig auch mit einer zerbrechlichen - und zum niederknien schönen – Bridge. Diese Ambivalenz lässt das Album aus der Masse an Indiepop Veröffentlichungen der letzten Monate herausstechen. Ein Weg der mit 'No Place For You' und dem selbstironischen 'Linn RIP' konsequent weitergeschritten wird:

Geradezu beiläufig lässt man in 'Dirty Words' eine catchy Keyboards durch den Refrain streifen, mit 'Wake Up' bedient man die Liebhaber des Schlafzimmerpops. Alle Nummern sind geprägt von einer gewissen Leichtigkeit, die vermutlich Ausdruck des besonderen Songwritingtalents von KOCH-EMMERY sein dürfte. Dabei setzt die junge Musikerin nicht nur auf bewährte Muster, sondern verpasst ihren neun Tracks auch ein hohes Grad an Abwechslung. So besticht die zweite Albumhälfte mit dem Track 'Paralyzed', welcher die Wartezeit für alle THE XX-Fans auf das nächste Album erträglicher gestalten kann, und meinem persönlichen Anspieltipp der Platte, 'Hard To Love':

Wenn alles glatt läuft, kann man LINN KOCH-EMMERY Ende des Jahres auch wieder auf Konzerten besuchen. Die Dates dafür findet ihr hier:

LINN KOCH-EMMERY Live 2021

  • 09.12.21 DE-Rostock – M.A.U. Club
  • 10.12.21 DE-Berlin – Columbiahalle
  • 11.12.21 DE-Köln – Live Music Hall
  • 12.12.21 DE-Stuttgart – LKA Longhorn
  • 14.12.21 DE-München – Muffathalle
  • 15.12.21 DE-Frankfurt - Batschkapp
  • 16.12.21 DE-Leipzig – Felsenkeller
  • 18.12.21 DE-Hannover – Faust
  • 19.12.21 DE-Münster – Skater's Palace
  • 20.12.21 DE-Hamburg – Markthalle
  • 22.02.22 DE-Dresden – Reithalle
  • 24.02.22 AT-Wien – Flex
  • 26.02.22 CH-Rubingen – Mühle Hunziken
  • 27.02.22 CH-Zürich - Dynamo
  • 28.02.22 DE-Nürnberg - Hirsch
  • 01.03.22 DE-Bremen - Schlachthof

Der Song für die Playlist/das Mixtape: 'Hard To Love'

Album-VÖ: 07.05.2021